Ein Gerichtshof namens Thing (‘þing’)

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Ein Überblick über querbeet gesammelte Befunde und Gedanken

von

GardenStone, 2013

Vorwort

Bitte lesen Sie diese einleitenden Zeilen, bevor Sie auf irgendeine Weise reagieren!
Schon seit geraumer Zeit hatte ich die Absicht, einen Artikel über diesen uralten Rechtsbegriff namens “Thing” zu schreiben. Aber es gab immer so viele andere interessante Themen, über die man schreiben konnte. Nun, jetzt habe ich es geschafft und wieder kann ein Thema von meiner TO DO-Liste entfernt werden. Aber ich muss zugeben, dass es kein typischer Artikel mit einer schönen und logischen Struktur ist. Ich habe gerade die älteren und kürzlich gesammelten Informationen ein wenig formatiert und nicht alle verwendeten Quellen wurden auf die Weise überprüft, wie ich es normalerweise beim Schreiben eines Buches tue.
Nehmen Sie einfach diesen Beitrag, wie der Untertitel bereits sagt:
Ein Überblick über querbeet gesammelte Befunde und Gedanken.
Zusätzlich werden einige Ergebnisse einiger netter Diskussionen aus den letzten Jahren umgesetzt.
In diesem Beitrag hat der Begriff Thing die spezifische historische Bedeutung einer Versammlung oder eines Gerichtshofs.
Während der Recherche wurden viele ‘Informationen’ über das ‘Thing’ oder ‘Ding’ oder in einer älteren Schreibweise ‘þing’ gesammelt. Einige davon eindeutig auf wissenschaftlichem Niveau, andere scheinen zwar ein solches Niveau zu haben, was jedoch innerhalb der beschränkte Zeit für diesen Beitrag nicht verifiziert werden konnte. Andere Informationsquellen erheben wiederum keinen Anspruch auf ein solches Niveau. Dieser Text wurden auch keine akademischen Ansprüche zugrunde gelegt. Der akademische Leser wird auch sowohl Literaturhinweise im Text als auch Fußnoten vermissen – aber diejenigen, die sich näher damit befassen wollen, können in der Übersicht der verwendeten Quellen am Ende damit anfangen.
Über das Thing gibt es sicherlich viel mehr zu erzählen, als hier dargestellt wird. Wenn Sie nach dem Lesen möchten, dass ich einige relevante Informationen hinzufüge … senden Sie sie einfach per E-Mail an mich. Wenn sie meiner Meinung nach zum Artikel passen, werde ich diesen Beitrag gerne entsprechend aktualisieren.
Jetzt ist genug gesagt … von hier aus beginnt dieser ‘Thing’-Text … beginnend mit …

Ein Gott namens Thincsus

 
 

Votivaltar für den Gott Mars-Thincsus und die Göttinnen Fimmilena und Beda. Quelle: Germanischer Götterglaube, von GardenStone, S. 239.

Die älteste schriftliche Quelle, in der das Wort “Thing” häufig angenommen wird, ist eine Inschrift auf einem Votivstein aus dem dritten Jahrhundert, der bei der römischen Festung Housesteads (der alte römische Name war Vercovician) an Hadrians Wall in Nordengland gefunden wurde. Der lateinische Name MARTI THINCSO ist grammatikalisch der lateinische Dativ, im Nominativ wird er MARS THINCSUS.

Der Altar ist mehr als 1 1/2 Meter hoch, auf der rechten Seite streckt eine stehende Frau ihren rechten Arm aus:

In einer älteren Sichtweise wurde vorgeschlagen, dass diese Figur und eine ähnliche verschwundene auf der anderen Seite des Altarsteins, die in der Inschrift erwähnten Alaisiaga-Göttinnen sein sollten, die hier abgebildete wäre dann Fimmilena:

… Hohe quadratische Säule, die möglicherweise der linke Pfosten einer Tür eines Heiligtums war (Collingwood and Wright, RIB, 507). Auf der rechten Seite der Säule ist eine weibliche Figur, vielleicht eine Alaisiaga, als Relief abgebildet. Die Säule wurde mit einem skulptierten bogenförmigen Sturz gefunden, der in seiner Mittelwand den Mars mit Schwert, Schild und Speer darstellt. Eine Gans steht zu seiner Rechten. Nackte Figuren mit gekreuzten Beinen, die Kränze in einer Hand tragen, bieten dem Mars Palmzweige an.

Georgia L. Irby-Massie’s description of the altar in Military Religion in Roman Britain

THINCSUS, der Name wird heutzutage oft als THINGSUS geschrieben, dazu später mehr,ein Gott, der vom germanischen Volk von TUIHANTES verehrt wurde. Dies geht aus der lateinischen Inschrift auf dem Stein hervor (Vielleicht wurde er auch von Friesen verehrt):

DEO MARTI THINCSO ET DVABVS ALAISIAGIS BEDE ET FIMMILENE ET N AVG GERM CIVES TVIHANTI VSLM

Ausgeschrieben wird das:
DEO MARTI THINCSO ET DVABVS ALAISIAGIS BEDE ET FIMMILENE ET N(VMINI) AVG(VSTI) GERM(ANI) CIVES TVHANTI V(OTUM) S(OLVIT) L(IBENS) M(ERITO)

Und übersetzt:
An den Gott Mars Thincsus und die beiden Alaisiagae Beda und Fimmilena sowie an den göttlichen Geist des Kaisers haben die germanischen Stammesangehörigen von den Tuihanti freiwillig und zu Recht ihren Eid geleistet.

 

Sankt Olaf spricht während eines Things. Von Christian Krohg, ca. 1890. Quelle: Snorre Sturluson: Heimskringla, J.M. Stenersen & Co, 1899, Wikimedia Commons.

Was dieser Eid aus der Inschrift beinhaltete, ist unbekannt, aber die Verbindung zum Mars könnte auf Kampfkunst hindeuten. Es wird oft angenommen, dass Thincsus mit Recht, Gericht und Gerichtsbarkeit zusammenhängt, aber das scheint auf den ersten Blick nicht wahrscheinlich. Vielleicht passt diese Verbindung besser zu Fimmilena …:
Ihr Name wird oft mit dem friesischen Rechtsbegriff “Fimmelthing” in Verbindung gebracht, möglicherweise einer Volksversammlung, die auch Gerichtsverfahren umfasste. Wir kennen jedoch das Wort “Fimmelthing” erst seit dem 11. oder 12. Jahrhundert – eine Zeit, in der die Bevölkerung im friesischen Raum schon vor Jahrhunderte christianisiert worden war. Es ist einfach nicht glaubwürdig, dass zu dieser Zeit ein so klarer Hinweis auf eine alte heidnische Göttin im Namen einer politischen und juristischen Organisation akzeptiert wurde.
Der Begriff “das letzte Urteil” wird in diesem Zusammenhang auch manchmal erwähnt.
Aufgrund dieser sicherlich umstrittenen Zusammenhängen wird Fimmilena oft als eine Göttin der Gerechtigkeit interpretiert.
Darüber hinaus kann die Etymologie ihres Namens nicht zufriedenstellend erklärt werden: Es besteht der Verdacht, dass die Wörter Fimme, Fimmiki, Fritlinmud und Frithumund für Friedensliebe, Friedfertigkeit und eine Friedenspatronin stehen – das macht einen Zusammenhang mit einem Thing aber nicht sofort offensichtlich.

Ebensowenig ist die Annahme überzeugend, dass der friesische Begriff “Bodthing” in verschiedenen anderen Sprachen auch geschrieben als botdinc, botthinc, botting(h), bothing, bottinge, bodthing, bodding, baduthing, bedthing, bodthing, boddening, botdunck, boteding, bott(h)ing, bötting und poting auf die Göttin Beda hinweisen soll. Alle diese Namen für eine solche Versammlung kommen frühestens seit dem 12. Jahrhundert vor; Zu dieser Zeit handelte es sich dabei um ein Gericht, eine Volksversammlung oder eine parlamentarische Sitzung, die vom König oder seinem Stellvertreter einberufen wurde.
Die wahrscheinlichste Erklärung für den Begriff “Bodthing” ist ein “Versammlung auf Befehl” (Gebot) eines hochadligen Menschen.
Die Hypothese, dass der Name Beda zusammenhängt mit dem germanischen *beda-, *bedam, *bida- und * bidam: Bitte, Gebet, Geduld, Flehen, Wunsch, Anbetung, beruht auf der vermeintlichen Verbindung von Thincsus und den beiden Göttinnen mit dem Thing.

Wie dem auch sei, die beiden Konzepte von Fimmelthing und Bodthing erschienen erst etwa tausend Jahre später seit der Thincsus-Votivstein hergestellt wurde.
In der lateinischen Inschrift werden nur die Tubantes(?) erwähnt; da bekannt ist, dass in dem genannten gebiet in England sowohl Friesen als auch Tuihantes in der römischen armee gedient haben und zudem vermutet wird, dass ihre jeweiligen heimatländer nah beieinander lagen, wird oft angenommen, dass die Friesen auch die drei genannten gottheiten kannten. Dies kann jedoch nicht über die Ebene einer Annahme hinausgehen. Es wird manchmal sogar vorgeschlagen, dass diese Tuihantes eigentlich auch Friesen wären. Das ist nichts weiter als eine sehr spekulative Vermutung und unwahrscheinlich.

Das alles wird sogar noch etwas zweifelhafter … der lateinische Text besagt TVIHANTI, und als lateinisches Nominativ wird TVIHANTES. In der einschlägigen Literatur wird davon ausgegangen, dass es sich dabei um das Volk der Tubanten handelt. Es lässt sich aber nicht wirklich überzeugend erklären, warum es denn auf Lateinisch nicht TUBANTES heißt:
In der Liste der germanischen Völker zwischen den Jahren 17 und 98 nach der Zeitenwende des griechischen Historikers Strabo taucht der Name TUBATII auf und der römische Tacitus nennt am Ende des ersten Jahrhunderts das Volk TUBANTES. Warum dann auf dem erwähnten Votivstein und auch auf ein zweiter Stein TUIHANTI steht und nicht TUBANTES oder TUBATTII kann nur durch Vermutungen “erklärt” werden.

Eine aktuelle Interpretation des Namens lautet: Es verweist auf ein Volk, das aus zwei Gruppen besteht; Der erste Teil des Namens ist sprachlich verwandt mit der Zahl zwei “twi” und der zweite Teil mit “hansa”: d.i. Gothisch: Gruppe, Althochdeutsch: Gruppe Krieger, Altenglisch: hôs. Der Name setzte sich im Osten der Niederlande als Regionsname fort: Twente und der ältere Name “Tuchenti”. Darüber hinaus bedeutet der Name Tubanti auch ‘zwei Bezirke’.
Es besteht die Vermutung, dass Tuihanti und Tubanti auf dasselbe verweisen, aber dass “tuihanti” die lateinische Form des Namens ist, den die Friesen diesem Volk gegeben haben. Ebenso gibt es die Theorie, dass der Name keineswegs ein Name eines Stammes oder eines Volkes ist, sondern auf eine (getrennte) Gruppe von Personen des Sugambri-Volkes (Sicambri) hinweist; Dies basiert auf der sprachlichen Konzeption dass das Wort Tuihanti ein sugambrisches Wort wäre … wieder eine sehr luftige Spekulation.

Germanischer Rat (Thing). Relief auf der Säule von Marcus Aurelius in Rom. Quelle: “Was ist was”, Band 62, Die Germanen, Seite 30, Nürnberg, 2008.

Es folgt jetzt einen Gedankenablauf, gemeint um deutlich zu machen, wie unsicher die obige Umstellung von THINCSUS auf THINGSUS ist und die ganze weitere Ableitung davon mit Thing …
Grammatisch gibt es keinen logischen Grund, warum das “C” in THINCSUS durch ein “G” ersetzt wird:
Die germanischen Stämme der TENCTERI und BRUCTERI, beide lateinische Namen, hatten ihre Heimat im Nordwesten Deutschlands, geografisch wahrscheinlich nicht weit vom Heimatland von TUIHANTI entfernt, dessen Mitglieder den erwähnten Votivstein MARS THINCSUS schenkten. TENCTERI wird ins Deutsche übersetzt als Tenkterer, BRUCTERI als Brukterer – in beiden Fällen wird das “C” zu einem “K”. Auch die Stämme der CHAUCI, FRANCI, MARCOMANNI bekommen keinen G wenn sie auf Deutsch übersetzt werden.
Wir kennen auch die lateinischen Namen germanischer Göttinnen wie ISENBUCAEGA, SUNUCSAL und VIRODACTHIS, die alle ein “C” im Namen haben, wo das auch nicht durch ein “G” ersetzt wird – SUNUCSAL, war eine Göttin des germanischen Stammes der SUNUCI, übersetzt: Sunuker.
Das könnte darauf hinweisen, dass THINCSUS als THINGSUS interpretiert wurde, weil gerade dann eine Verbindung mit dem oben genannten Thing hergestellt werden kann und dieser Verbindung wiederum wurde dazu verwendet um die Zuständigkeit des Gottes THINCSO zu interpretieren.

Wir wissen nicht, wie der Gott Thincsus in germanischen Sprachen hieß, Vorschläge sind Thincsaz, Tincsaz und þincsaz. Insbesondere Gelehrte aus dem 19. Jahrhundert sahen eine Verbindung zwischen diesem Gott und Týr aus der Wikingerzeit, die wir etwa tausend Jahre später kennen. Týr ist wahrscheinlich von “*tiwaz” oder “*Teiwaz” abgeleitet. Dieses protogermanische Wort bedeutet einfach “Gott” und hat vielleicht erst viele Jahrhunderte später seine theonyme Bedeutung, einen Gottesnamen, erhalten.
Die Sprachen der Friesen und Tubanten aus dieser frühen Zeit gehörten eben zu protogermanisch, daher müssen die Wörter *Tiwaz oder *Teiwaz zu ihrer Alltagssprache oder ihrem Dialekt gehört haben; daher ist abzulehnen, dass tiwaz oder Teiwaz der germanische Name für Thincsus war, eine lateinische Form dieser beiden Wörter würde ebensowenig zu Thincsus werden – auch in einer Übersetzung würde das etymologisch nicht stimmen.

Germanische Volksversammlung. Quelle: “Wild Hunt and Furious Host” von Garden Stone, 2013.

Weil das altnordische Wort þing in der Bedeutung eines “Gerichtshofs und” der Gerichtsbarkeit, und dies in der nordischen Mythologie als Kompetenz des Gottes Týr angesehen wird, entstand eine Art “Rückwärtssuche” nach verwandten Wörtern im älteren Germanischen sprachen. Das sollte dann “beweisen”, dass Thincsus und Týr ein und dieselbe Gottheit seien. Es kann nicht klar genug betont werden, dass dies auf dem Niveau des Ratens bleibt, ohne akzeptable unterstützende Indikationen – dennoch wurden die “Ergebnisse” oft als harte Fakten dargestellt.
Sehr oft wird angenommen, ja sogar als Tatsache angesehen, dass der wichtigste Aspekt von THINCSUS die Zuständigkeit der Rechtsschutz und Rechtsprechung ist. Ausgehend von der INTERPRETATIO ROMANA, die sich auf die Identifizierung eines fremden Gottes mit einer römischen Gottheit bezieht, ist eine solche Prämisse jedoch problematisch:
Die römische Mythologie bietet verschiedene Erklärungen für den Gott Mars.
Einer davon sieht eine Verbindung zu MARIS, dem etruskischen Gott der Liebe und Fruchtbarkeit. Ein anderer bevorzugt *mawort, lateinisch: MAVORS, ein alter italienischer Bauerngott als Ursprung des Mars, andere schränken letzteres etwas ein – Mars war bereits ein Gott der Latiner, als sie noch ein Volk von Bauern und Hirten waren und er zuständig war für den Schutz der Höfe, Felder und Rinder gegen die Gefahren der “wilde” Natur. Dementsprechend waren seine Attribute ein Schild und ein Speer. Mars wurde später als Beschützer der Stadt angesehen, unter seiner Schirmherrschaft durften die Zivilisten kämpfen, um ihre Stadt oder Siedlung gegen menschliche Feinde zu verteidigen. Als Rom eine Armee von Berufssoldaten aufstellte, trat der Mars in den Hintergrund. Erst unter Julius Caesar (100 v.d.Z – 44 v.d.Z.) kehrte er ins Zentrum der Verehrung zurück. Durch die Angleichung an der griechischen Götterwelt wurde Mars das Gegenstück der griechischen Ares, der Kriegsgott und Begleiter der Armeen. Ein Unterschied zu Ares war, dass im Namen des Mars nur gerechte und berechtigte Kriege stattfanden durften. Genau das war der Grund, warum Caesar sein Möglichstes getan hat, um seine Kampagnen nördlich der Alpen als gerecht und legitim darzustellen.

Der römische Gott Mars. Museo della civiltà romana a Roma. Quelle: Wikimedia Commons, Fotograf und Inhaber des Copyrights: Giovanni Dall’Orto..

Einige abgeleitete Vermutungen

Während seiner Verehrung war der Mars in keiner Weise mit einem Gerichtshof oder einer Versammlung verbunden. Für die Rechtspflege hatten die Römer die Göttin Justitia und Jupiter hatte das auch das in seinem Kompetenzpaket.

Für den Aspekt “Gerechtigkeit” und “Gericht” wurde jedoch nach verwandten Wörtern in den verschiedenen germanischen Sprachen gesucht. Das führte zu einer ganzen Reihe von Vermutungen, die sich nicht alle mit Thincsus befassten …

Vermutung 1:
Die alten Wörter þing, Thinc und Thing sollen im proto-indo-europäischen Wortmorphem *tenk- mit der Bedeutung „ziehen“, „fest“ und „Spanne“ verwurzelt sein, auch in Bezug auf „Zeit“… Zeitspanne. Der Gedankenassoziation wurde dann wie folgt weiter entwickelt:
– erstens: ein bestimmter Zeitpunkt, Moment,
– zweitens: ein Treffen zu einem bestimmten Zeitpunkt,
– drittens: eine Versammlung, die regelmäßig abgehalten wurde,
– viertens: ein Gerichtshof, der zu bestimmten vereinbarten Zeitpunkten stattfand.

Vermutung 2:
Die Sache soll vom germanischen *Þenga– abgeleitet sein, was Konvention und Versammlung bedeutet. Es besteht eine Beziehung zur gotischen Begriff *þeihs, was ‘Zeit’ bedeutet. Anschließend wird dies zusammen als eine Versammlung interpretiert, die zu einem bestimmten Zeitpunkt abgehalten wurde. Ein Teil dieser Versammlung wären auch Gerichtsverfahren gewesen, bei denen die Mitglieder des Volkes anwesend waren.

Vermutung 3:
Es wird einen Zusammenhang mit dem Vorkommen eines fränkischen oder sächsischen Gottes *þingsaz vermutet, der als seine Zuständigkeiten Treffen, Versammlungen, Konferenzen, Versammlungen und Gerichtsverfahren gehabt hätte. Sowohl ein solcher Gott als auch seine Kompetenzen sind nur Vermutungen, die wiederum ausschließlich auf der römischen Inschrift von Housesteads beruhen. Tubanten sind hier absichtlich leichtfertig verschwunden, denn zu dieser Vermutung gehört zudem die Annahme, dass sie in den Stammesbund der Sachsen verschmolzen, die ihrerseits später (zunächst nur teilweise) von den Franken assimiliert wurden..

Vermutung 4:
Basierend auf diesen eben erwähnten Vermutungen, entweder auf allen oder auf einigen von ihnen, wird der Gott Thincsus auf der Inschrift als Gott der Gerechtigkeit interpretiert, was sogar an vielen Stellen im Internet als schlüssige Tatsache dargestellt wird obwohl es nicht mehr als eine lufitge Mutmaßung ist..

Vermutung 5:
Eine spätere Interpretation des Namens THINCSUS sieht keinen Zusammenhang mit einer Volksversammlung oder einem Gerichtshof, sondern mit einem Himmels- oder Kriegsgott TIUS, der mit dem römischen Mars gleichgesetzt wird. Dies basiert auf Vergleichen mit Inschriften auf anderen Votivsteinen, in denen die Alaisiagae erwähnt werden, zusammen mit dem Mars, jedoch ohne Thincsus.
Ob ein Gott ‘Tius’ in den ersten Jahrhunderten wirklich bekannt war, ist völlig unbekannt; Der altnordische Name Týr wurde nur vom deutschen Schriftsteller W. Wägner aus dem 19. Jahrhundert lateinisiert, um diesen “TIUS” zu schaffen. Basierend auf diese ‘Entdeckung’ wurde eine Verbindung mit dem germanischen Gottesnamen “Ziu” hergestellt, die wiederum mit Týr gleichgesetzt wurde.
Für Týr werden die altenglischen Formen Tiw, Tig sowie die althochdeutschen Formen Ziu, Tiu und Tiuz erwähnt. Diese letzten Formen haben W. Wägner vielleicht verführt, in seinem lateinisierten “Tius” ein Synonym für Thincsus als Týr zu sehen. Obwohl dieses “Sprachspiel” keineswegs nachweisbar ist, wird auch dies oft als “Tatsache” dargestellt..

Vermutung 6:
Basierend auf der Annahme, dass THINCSUS die lateinische Form des germanischen *þingsaz wäre, die in einer weiteren spekulation aus dem damaligen Wort für eine ‘Volksversammlung’ abgeleitet wurde, die dann in einer nächsten Mutmaßung unter der göttlichen Schutz eines Gottes namens * Teiwaz stand. Dass alles basiert sich auf unsichere Hinweisen von vielen Jahrhunderten später, von denen es zudem ungewiss ist, ob sie korrekt sind – diese Angaben werden dann in der Zeit zurückprojiziert, um den Namen und den Kompetenzbereich von THINCSUS zu ‘erklären’.

Vermutung 7:
Die Worte MARTI THINCSO, MARS THINCSUS würden einfach bedeuten: “Mars der Versammlung” und enthalten nicht den Namen eines germanischen Gottes. Mit dieser Beschreibung ist jedoch nicht der römische Gott Mars, sondern ein germanischer oder lokaler indigener Gott gemeint der mit Mars assoziert wird. Welcher, das bleibt unbekannt.
Auch hier wird zunächst die Vermutung akzeptiert, dass THINCSUS auf eine Versammlung hinweisen würde, eine Vermutung, die wiederum auf der Mutmaßung beruht, dass seit tausend Jahren eine gewisse Verbindung zum nordischen Gott Týr bestehen soll – der Rest der „Gedankenkonstruktion“ ist darauf bezogen.

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Einige dieser Vermutungen mögen eher seltsam aussehen, andere mögen akzeptabler scheinen. Nichtsdestotrotz geht keiner von ihnen über die Ebene einer Vermutung bzw. Mutmaßung hinaus. Die Akzeptanz mag dann entweder auf einer persönlichen (subjektiven) Bevorzugung beruhen, oder man folgt einfach die Ansicht eines älteren oder neueren Gelehrten ohne die Ansicht infrage zu stellen.
Laut der Germania, einem ethnischen Aufsatz des römischen Gelehrten Tacitus, hatten die Germanen um 100 d.Z. tatsächlich ihre Versammlungen und Gerichte, wie in den Kapiteln 11 und 12 zu lesen ist:

11. Über weniger wichtige Angelegenheiten entscheiden die führenden Männer, über die bedeutenden alle, jedoch so, daß auch lie Fragen, über die das Volk befindet, von den führenden Männern vorbehandelt werden. Sie versammeln sich, wenn nicht etwas ganz Unvorhersehbares eintritt, an festgesetzten Tagen, nämlich bei Neu- oder Vollmond; denn für Unternehmungen sehen sie das als den Zeitpunkt an, der am meisten Glück verheißt. Sie rechnen auch nicht nach Tagen wie wir, sondern nach Nächten; so setzen sie Fristen an, so treffen sie Vereinbarungen: Die Nacht geht nach ihrer Meinung dem Tag voran. Das jedoch ist ein Fehler, der ihrem Hang zur Ungebundenheit entspringt, daß sie nicht gleichzeitig und wie auf Befehl zusammenkommen, sondern daß ein zweiter und sogar ein dritter Tag durch das Zögern der Teilnehmer verlorengeht. Sobald es der Menge gefällt, lassen sie sich nieder, und das in Waffen. Schweigen wird durch Priester geboten, die dann auch das Recht zu strafen haben. Anschließend hört man dem König oder dem führenden Mann zu, je nach dem Alter, der vornehmen Abkunft, dem Kriegsruhm, der Redegabe des einzelnen; dabei kommt es mehr auf die Überzeugungskraft als auf die Befehlsbefugnis an. Mißfällt ihnen ein Antrag, weisen sie ihn durch Murren zurück; gefällt er ihnen aber, schlagen sie die Framen aneinander: Denn die ehrenvollste Art der Zustimmung ist das Lob mit den Waffen..

12. Man kann bei der Volksversammlung auch eine Anklage einbringen und ein Verfahren auf Leben und Tod anstrengen. Die Unterschiede in den Strafen richten sich nach dem Verbrechen: Verräter und Überläufer hängt man an Bäumen auf, Feiglinge, Kriegsscheue und Männer, die ihren Körper entehrt haben, versenkt man dagegen im sumpfigen Moor und wirft Reisig darüber. Die verschiedenen Hinrichtungsarten zielen darauf ab, daß man Verbrechen beim Strafvollzug zur Schau stellen, Schandtaten aber verbergen muß. Doch auch für leichtere Vergehen ist die Strafe angepaßt: Mit einer Anzahl Pferde und Vieh werden Überführte bestraft. Ein Teil der Buße ist dem König oder der Gemeinschaft, der andere dem Geschädigten selbst oder seinen Verwandten zu zahlen. Gewählt werden bei diesen Versammlungen auch die führenden Männer, die in den Gauen und Dörfern Recht sprechen; jeden unterstützen einhundert Beisitzer aus dem Volke, als Ratgeber und gleichzeitig zur Bekräftigung seiner Autorität.”

Alfons Städele, “Agricola – Germania” München, Zürich, 1991, S. 91, 93

Auch hier enthalten weder diese noch andere antike Quellen Hinweise darauf, dass das Wort ‘Thing’ oder eine Variation davon zu dieser frühen Zeit für solche Versammlungen verwendet wurde.

Versammlung der Friesen. Roever, N. de, Dozy, G.J., Het leven van onze voorouders, Band. 1, S. 252, Amsterdam, 1913.

Ein bisschen (mehr) Etymologie

Vielleicht wurden der westgermanische Ausdruck *þiþa- und das lombardische Thinx vom protogermanischen – (*þiþ-s *þiŋʒiz-, -az-) abgeleitet, mit der wahrscheinlichen Bedeutung: ‘Ein Treffen zu einem bestimmten Zeitpunkt’ . Auch dies impliziert nicht automatisch eine Verbindung mit dem Gott mit dem lateinisierten Namen Thincsus (þincsaz?); Eine phonetische Ähnlichkeit bedeutet nicht selbstverständlich eine ähnliche Semantik!

Rudolf Simek schreibt in sein bekanntes Lexikon der germanischen Mythologie „Lexikon der germanischen Mythologie“ aus dem Jahr 2006 (aus dem Englischen zurückübersetzt:
Thing: altnordisch “þing“, altenglisch”ðing“, altfränkisch und altsächsisch “Ding“, althochdeutsches “Ding“, langobardisch “thinx” ist die gesetzgebende und rechtsprechende Versammlung der freien Männer in der altgermanischen Welt.”

Dies ist Simeks Interpretation. Alle Beweise für die genannten Sprachen stammen aus vielen Jahrhunderten später, nachdem der Text auf dem Votivstein geschnitzt wurde. Welches Wort von den Tuihanti (und den Friesen), die in der römischen Armee für eine solche Versammlung dienten, verwendet wurde, ist einfach nicht bekannt! Umso mehr, weil wir nichts über die Art der Variation oder den Dialekt des Protogermanischen wissen, die diese Völker sprachen.

Das englischsprachige “Online Etymology Dictionary” ergibt:
Thing
Altenglisch þing “Treffen, Versammlung”, später “Entität, Wesen, Materie” (Gegenstand der Beratung in einer Versammlung), auch “Handlung, Tat, Ereignis, materieller Gegenstand, Körper, Wesen”, von ProtoGermanisch *thengan” bestimmter Zeit “(vgl. altfriesisch “Thing”: Versammlung, Rat, Klage, Angelegenheit, Sache, Mittelholländisch: “dinc”; Gerichtstag, Klage, Plädoyer, Sorge, Affäre, Sache, “Niederländisch: “Ding”, “Althochdeutsch: “Ding”, öffentliche Versammlung für Urteil und Geschäft, Klage, Deutsch: “Ding”, Angelegenheit, Sache, altnordisch: “þing”, öffentliche Versammlung). Einige schlagen eine ultimative Verbindung zu proto-indo-europäischen Wurzel *ten- “Strecken” vor, möglicherweise in den Zusammenhang mit “Zeitspanne für ein Konferenz oder eine Versammlung”.

Und die englische Wiktionary-Site bietet folgende Erklärungen für þing:
Aus dem protogermanischen *þingą. Verwandt mit altfriesischem Ding (westfriesisch: Ding), altsächsischem thing, þing (niederdeutschem Ding), altniederländischem thing (niederländisches ding), althochdeutschem Ding ‘Versammlung, Rat’ (deutsch: Ding ‘Materie, Ding’), altNordisch: þing ‘Versammlung, Rat, Geschäft’ (dänisch, norwegisch und schwedisch) und ein unattestiertes gotisches *þigg. Es kann auf eine indogermanische Wurzel zurückgehen *ten- “Strecken, Ziehen, Spannen”, die Quelle der altirischen tan: Zeit, lateinische TEMPUS “Zeit”.

Beim Wechsel von Thing zu Dinc erscheint ein C, aber die Sprache in die das passierte, wurde in den Niederlanden zwischen 1200 und 1500 gesprochen – viel zu spät, um für eine C – G Konvertierung akzeptabel zu sein. in Thincsus.

Diese etymologischen Erklärungen liefern keine klaren und eindeutigen Hinweise darauf, dass die Germanen vor der Karolingerzeit das Wort Thing tatsächlich oder in einer nahen Variante für Stammesversammlungen oder Gerichte oder als umfassenderen Ausdruck für „Treffen, Versammeln“ verwendeten. Es basiert alles auf Versuchen, diese alten germanischen Sprachen zu rekonstruieren, und diese Rekonstruktionen (oder Konstruktionen) werden verwendet, um zu “interpretieren”, welches Wort “germanische Völker” für ihre Versammlungen und juristischen Angelegenheiten hätte verwenden können. Dies ist ein Weg, vielleicht sogar der einzige Weg, um ein konsistentes mögliches “Bild” unserer frühen Geschichte zu erstellen, und es ist sicherlich ein gültiger Weg, aber wir müssen darauf achten, solche Dinge nicht als “Dies ist unsere Geschichte” zu akzeptieren und zu verbreiten”.

Ding-Haus, Maastricht, Niederlande, genannt nach seiner langjährigen Nutzung als Gericht. Erstmals erwähnt im 14. Jahrhundert. Quelle: Wikimedia Commons, Autor: Michiel Verbeek, veröffentlicht unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported

Ein ‘aber’ …

Nach der zurückhaltende und kritische Darstellung des Gottes Thincsus und des Dings muss zugegeben werden, dass die Gründe für eine solche Verbindung in erster Instanz gut klingen. In der Tat könnte Thincsus in seiner germanischen Form das ‘g’ für das ‘c’ haben. Der Vergleich mit späteren germanischen Wörtern für eine Sache ist nicht weit hergeholt und die Interpretation der Namen der Alaisiagae könnte einen Zusammenhang mit einem Gericht oder einer Versammlung haben. Die etymologischen Annahmen werden weitgehend akzeptiert; Wenn eine c – g – Umwandlung akzeptiert wird, wird die germanische Form dementsprechend als *þings-a- angenommen. Andernfalls könnte dies auf die oben genannten þeihs hinweisen, wenn das ‘c’ im Stammesnamen Tencteri beibehalten und als ‘c’ angesehen wird.

Da das Thing vielleicht in seinen früheren Formen auch ein Begriff für eine Einberufung war, wurde es wahrscheinlich auch für eine über die Entscheidung für einen Heerbann, den Kriegsrat und das Kriegsgericht verwendet. Den Schritt von einem Kriegsgott zum Thing erscheint verständlich, umso mehr, wenn angenommen wird, dass Schlacht und Gericht miteinander verbunden sind, wenn bei einem Gottesurteil eine Entscheidung durch einen Kampf angestrebt wird.
Über die gesamte Kette von Indizien, Ableitungen und sprachlichen Interpretationen ist diese am weitesten verbreitete Interpretation in Bezug auf Thincsus sicherlich nicht verwerflich und tadelnswert, sondern hauptsächlich eine Frage der gewählten Ansicht.

Gerichtskampf, von Jörg Breu dem Jüngeren und Paulus Hector Mair, 16. Jahrhundert. Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Die Bedeutung eines Gottes Thincsus für die Germanen in der Römerzeit kann nicht bestimmt werden. Wir wissen nur, dass der vermutlich kleine Stamm der Tuihanti diesen Gott verehrte. Weder auf einer anderen Inschrift auf Votivstein, auf der Angehörige anderer germanischer Völker zusammen mit Thincsus erwähnt werden, noch auf einem verwandten Dokument aus römischer Zeit, erschien sein Name. Aber weil diese Tuihanti zusammen mit einer Gruppe Friesen in der römischen Armee dienten, kannten diese Friesen vielleicht auch diesen Gott … vielleicht …

Gerichtshof

Ein deutsches Lehrbuch aus dem Jahr 1896 schreibt (übersetzt) ​​über das alte Thing als Gerichtshof:
„Erst nachdem eine Klage eingereicht worden war, wurde zur Gerichtssitzung eingeladen, nach dem Grundsatz: Ohne Kläger gibt es keinen Richter. Der Kläger musste den Angeklagten selbst vor Gericht beschuldigen und seine Anklage mit aufrechter Ernst vortragen. Darauf wurde der Angeklagte gebeten zu antworten. Dann verhörte der Ankläger den Angeklagten, der verpflichtet war, klar, präzise und wahrheitsgemäß zu antworten, während der Richter und die Umstehenden zuhörten. Als der Angeklagte gestand, bat der Kläger um das Urteil, und der Richter machte einen Vorschlag, der die anwesenden personen konnten zustimmen oder ablehnen. Der Angeklagte konnte sich von der Anschuldigung befreien, indem er einen Eid schwor, aber seine Verwandten, Nachbarn oder Kollegen mussten dies als Eideshelfer unterstützen, indem sie auch einen Eid auf die Unschuld des Angeklagten schworen.
Bei Kapitalverbrechen konnte das Gericht den Gerichtskampf als entscheidenden Beweis verwenden; Lose wurden von Kläger und Angeklagten gezogen und sie mussten gegeneinander kämpfen. Das Urteil zugunsten wurde denjenigen zugesprochen der entweder gewann oder eine Glückszahl zog. Die einzige öffentliche Bestrafung war der Opferung; Es wurde bei sehr bösen Kriminellen, Deserteuren der Armee, Sklaven und Kriegsgefangenen praktiziert. Verräter und Diebe wurden gehängt, Feiglinge und Wollüstlinge in einen Sumpf oder Murast geworfen, Spione und Zauberer wurden durch Feuer getötet, und die Bestrafung für Mörder war ihnen den Rücken zu brechen. Ein Mörder könnte jedoch aus der Todesstrafe entlassen werden, wenn er den Angehörigen der Erschlagenen eine Reihe von Pferden oder Rindern als Entschädigung, genannt “Wergelt”, zahlte. Die Höhe des Wergeldes hing mit dem sozialen Status der Toten zusammen, so dass zum Beispiel für einen freien Mann mit einem freien Hof bezahlt werden musste.

Zusätzlich zu den Todesstrafen gab es auch die öffentliche Demütigung als Strafe, die zB. dazu führen könnten, dass die Kleidung oder die Haare kurz geschnitten werden. Ein kurzes Kleid und kurze Haare waren ein Zeichen der Knechtschaft.
Im sächsischen Recht wurden die Häuser von denen niedergebrannt, die wiederholt gegen das Gesetz verstießen.
Gefängnisse und Gefängnisstrafen gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht, aber ein Verbrecher konnte geächtet werden, was bedeutet, dass er aus der Gesellschaft ausgeschlossen wurde und sein Leben als friedloser Waldläufer (Bewohner?) Im Walddickicht leben musste.
Diejenigen, die nicht klagen wollten, konnten den Weg einer offenen Fehde gehen, um Rache zu üben. Vergeltungsmaßnahmen waren ein gesetzliches Recht des „Verletzten“. Die Art der Fehde wurde normalerweise von den Verwandten der Erschlagenen bevorzugt die Blutrache suchten.

In vielen Fällen war das Thing im Mittelalter wahrscheinlich sowohl ein Ratsgremium als auch ein Gerichtshof, wie aus der dänischen Vorschrift hervorgeht:
Ifølge lovene mødtes alle frie, voksne, våbenføre mænd på tinge for at ordne fælles anliggender og afgøre retstrætter.
Übersetzt:
Nach den Gesetzen treffen sich alle freien, erwachsenen, bewaffneten Männer im Thing, um gemeinsam Probleme zu lösen und in Rechtsstreitigkeiten bzw. Rechtsfragen zu entscheiden.

Für Norwegen heißt es:
Jeder freie Mann hatte die Pflicht, zu den gemeinsamen Thing-Treffen zu kommen, mit Ausnahme von Männern, die alleine ihr Land bewirtschafteten mussten und ihr Hof nicht unbeaufsichtigt lassen konnten. Beim Mörder-Thing, Königs-Thing und Volkszählungs-Thing hatten jedoch alle die Pflicht zusammenzukommen. Frauen und Behinderte könnten sich ebenfalls im Thing treffen.

Arild Hauge

Es ist jedoch nicht weit hergeholt anzunehmen, dass auch in anderen spätchristlich-germanischen Gesellschaften etwas Ähnliches beibehalten wurde… solange wir dies als Annahme und nicht als Tatsache beibehalten.
Ähnlich muss die Aussage genommen werden, in denen gesagt wird: “Weil das germanische Volk bereits erfahren hat, dass es so etwas wie das ultimative” Recht “nicht gibt, haben sie die Regel befolgt: Wahrheit geht für Recht (Gerechtigkeit).

 

Das Thing als ein parlament

Among heathen peoples the term Thing may have had a wider meaning, yet since Christian times it became the restricted meaning of a gathering of the people where the administration of justice and deciding legislative decrees were the central activities.

Concerning the Things of the pagan Vikings, all free and weapons graded men of a district were allowed to participate, women were not admitted. Such a Thing was a social and political event: For several days they built huts and tents at the gathering place (see chapter: Thingbooths), friends met there and business transactions were settled. Poetry readings or wrestling matches were offered as distraction. To larger Things sometimes groups of people from an area sent representatives.
Since the 10th Century, the meaning of ‘Thing’ was in West- and Middle-Europe mainly restricted to the work of law courts; in Scandinavian countries the meaning as an ‘assembly’ was kept alive.

Iceland

After the migration in the 9th and 10th Century of Germanic peoples from Norway and other Scandinavian countries and also of Celtic settlers, several small chieftaincies or goðorð were founded around the coast. At regular, stated times people came together in meetings to discuss and solve matters between people of the chieftaincies. Such meetings were called Thing (Old Norse: Þing). The word is still kept in the actual name for the Icelandic legislative parliament which is called Althing (Icelandic: Alþingi).

Ancient Alþing in Iceland, Painting by W. G. Collingwood, 19th Century. Source: Wikimedia commons, public domain.

During the Viking era the governing basis in Scandinavia was founded in the traditional Things (þings) which from the beginning were public juridical and political assemblies which took place in the open air. That legal system already existed as the Norse settlers colonized Iceland and they continued using it in their new homeland. Except for a nationwide Thing there also existed Things on lower level; each region had its Thing, and every district, either based on population density or on geographical size (surface area, size of settlement area, etc.), also had its own Thing. Although the Thing-system wasn’t unique for Iceland, the unified Law system they created surely was.
It is often stated that the Thing was a democratic institution, however this was not the case in an actual sense; the power of the Goðar, who formed their own ruling class was too strong for that. The place where the national Thing was held is called Thingvellir.

Sketch of Thingvellir, Iceland, from 1791 or 1792 with two stable stalls in the center, surrounded by several tents. Source: Thing- , Markt- und Kaufmannsbuden im westlichen Nordeuropa by Natascha Mehler p.74. In: Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit Bd. 24, 2012.

Today, the Thingvellir (Þingvellir) is a national park on Iceland and a famous tourist attraction. But from 930 CE this was the place where in June during an event of two weeks the Allthing (Alþing) was held. In Icelandic, the name Þingvellir means ‘Assembly Fields’. That name is the plural of Þingvöllur, which was the original name for the place. Meanwhile Þingvellir has become the commonly used name.

In the Allthing held here in 1000 CE the Icelanders decided to convert to Christianity and also on this place the Republic of Iceland was declared in 1944.
But the annual Things here ended already in 1798.

 

Norway

The actual parliament and supreme legislature of Norway is called ‘Storting’, (Norwegian: Stortinget) and can be translated as ‘the great Thing’. In its present form it was constituted in 1814, but its origin can be traced back until the 9th Century. At that time it was called ‘Althing’, which encompassed at first local and regional meetings where legal and political matters were discussed and decided. As in the 10th Century Norway was unified and became one kingdom, regional ‘lag-Things’ (law-Things) were created, ultimately under command of the king. Before the new parliament was formed, Norway was for several centuries an absolute monarchy and the jurisdiction through Things by the people disappeared until 1814.
The oldest Thing we know about was in Trøndelag. In the 7th and 8th Centuries the people living around the Trondheimsfjord had so much contact with each other that they organized their region into 8 counties. Each county had its own Thing and the higher Øre-Thing covered all those counties.
It is assumed that the Thing system we know from the Viking era was developed of this ancient Norwegian form.

 

Denmark

The actual parliament from Denmark is called ‘Folketing’, Danish: Folketinget. Literally the word means ‘The people’s Thing’, pointing to a governing assembly formed by the people. In the 8th Century Denmark became a unified kingdom. In the course of their history, the country wasn’t independent the whole time. In the 14th Century it was part of a union together with Norway, Sweden and parts of Finland, which endured until the Swedes left that union. In the following time Denmark was conquered repeatedly. Then came a time that the country was part of a Norwegian-Danish union until that dissolved in 1814. Since 1660 Denmark was an absolute monarchy which ended when its Constitution was signed in 1849, which made Denmark a unitary constitutional monarchy, organized in a parliamentary democracy with the Folketing as its highest political body.
In medieval Denmark the word ‘Thing’ for a council was commonly used as shown in: “Landet havet sit egit Gilde, efterson Landsloven indeholder flere Bestemmelser om dem, ja endog sætter dem i Sammenligning med Kirke og Thing“, which means: The land had its own guilds, as country law has several rules regarding them, yes there is even made a connection between them and the Church and the Thing (Council).

 

Faroe Islands

In the Atlantic Ocean, about in the middle of a triangle formed by Norway, Scotland and Iceland lies the island group called the Faroe Islands. They are part of the Danish Kingdom but are self-governing within that realm. Except for foreign affairs, currency, the military, police and justice, the inhabitants of the islands control all other domestic matters. Their parliament is called the ‘Logting’, which is derived from Old Norse ‘lǫgþing’, which means legal assembly and court of justice. Because its roots can be traced back to the early 10th Century, this parliament belongs to the oldest ones in the world. Except for this central Thing until 1892 each of the 7 districts also had their own local Thing, called Várting.

The Løgting’s building in Tórshavn, parliament of the Faroe Islands. Source: Wikimedia commons, uploader: Erik, released under GNU Free Documentation License.

Sweden

Apparently Sweden knew the Lagmän (legal experts) and the ‘Ting‘ (Thing) already quite early. However, it is not known how early, some mention the 6th or 7th Century but sources are lacking. Obviously it concerned in that early stage not a court of justice but a public assembly where even Kings were elected.
Later the juridical aspect was added and the Lagman could pass sentences together with a jury of 12 gode-män (priests). He could make someone an outcast who could be killed legally by anybody and he also could decide about fines for killings.
Only since the Viking era a supra-regional Thing as a political assembly was established. Today the Thing (þing) is also preserved as a judicial court in the Swedish administrative body ‘härad’ and is called häradsting which is the lowest court for sentencing people.
In the late Middle Ages in Sweden the terms ‘
landstinget’ and ‘gutestuven’ came in use as Things in regions, these disappeared by and by, the last one was held in 1862. Today, the national parliament of Sweden is called Riksdag, but the term Landsthing (länting) is still alive and used; that concerns the administration of the 21 regions or provinces, called län, which are governed by democratic elected representatives.

The highest ruling body in Gotland since the 12th Century was called Gutna althingi, which means Gotland’s Althing. That was the Gotlandic supreme legislative, judicial and decision-making authority. For a very long time already, Gotland is part of Sweden, but the term Gutnaltinget is still in use by the Gotlanders in their own Gotlandic language for their regional administration, however, that is not an official name.

Isle of Man

The Isle of Man, located in the Irish Sea between Great Britain and Ireland, is a self-governing British Crown Dependency. Except for Foreign Relations and Defense, for which the British government is responsible, the inhabitants are practically independent although ultimately the Government of the United Kingdom can overrule things. The Tynwald (in local language: Tinvaal), its formal name is High Court of Tynwald, is the legislative assembly and probably the oldest known continuous parliament. The name Tynwald is derived from Old Norse Þingvǫllr meaning the Thing place where the members of the assembly come together.

Thing sites as cult places

Although we have hardly any evidence about prayers and other religious acts during pagan Things, it is widely accepted that they were part of it. There are quite a few indications for this. Some of them are:

1. Although the term Thing is not mentioned, a similar kind of gathering is described in the Germania by Tacitus as he writes at the end of the 1st Century in which clearly a ‘cultic’ aspect can be seen:
Unless something unexpected occurs, they gather on set days, when the moon is either new or full, because this they regard as the most auspicious time to begin their business.

Translation by J.B. Rives

2. The Old Norse expression helga þing, which means: Holy Thing, points to initiate a meeting with specific religious rites and also Old Norse þinghelgi which means “the holy boundary of a meeting within the pale fixed in the formulary”, most likely point to the widely spread assumption, that a Thing also had cultic-religious aspects.

3. A Viking chieftain was both secular and religious leader, in the second function he was a goði or gothi (plural goðar). Correspondingly a Gyðja signifies a priestess, but they hadn’t the important role the priests had. We know the goðar from the Norse Sagas in which they are described as religious and political leaders of their district (goðorð). In pre-Christian Iceland, temple-places and the temples themselves were privately owned and maintained by a temple priest (hofgoði). The goðar were also important parts of the Icelandic political system. That continued for a long time even after the Christianization there. Except from Iceland where the goðar would have been of historical importance, we don’t have further similar surviving attestations from other regions where Germanics lived.

4. On countless web pages, it is written that at Thing sites gods were also honored and worshiped. That seems acceptable, but it should not be forgotten that this opinion is based on interpretation of indications, and not on passed down hard evidence. An example of such an interpretation is the festival for the earth goddess Nerthus, described by Tacitus in chapter 40 of his Germania. That event could have been more than just a pure religious happening; it is pretty well conceivable that the meeting of the delegations of the in the Germania mentioned seven neighboring tribes was a kind of Thing where also topics were discussed like solving intertribal problems or conflicts, new allocation of hunting areas, crossing-rights etc., and maybe also hammering out plans.

Tynwald Hill in St. John’s, Isle of Man on Tynwald Day, pre ceremony, owner: Dan Karran.
Wikimedia commons, released under Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5

5. In a quite bombastic and rather baroque way the controversial author Otto Höfler gives his view on the Thing, (translated):
“The Thing assembly and the order which they were obliged to keep, to maintain and to defend, were part of the holy total world order. If this interpretation is correct, then the Thing was not ‘free’ in terms of an unlimited freedom of decision of its members. Neither could the traditional norms and standards and customary rights be understood as human inventions and arbitrariness constitution. They were part of the total world order, as independent from humanity as the creation of the world. But they were committed to humanity and their sacred assembly to protect a continuous fruition.”
Höfler ‘substantiates’ that view with the presumption that the god Thincsus would be the patron and protector of the Thing, which in Höfler’s opinion then basically had a strong divine character. As an argument for that view, Höfler points to Tacitus’ description where an assembly was opened by a priest. He loosely bypasses a period of a thousand years to transfer Tacitus’ short note to the Things of the Viking era and he completely leaves out the more secular Things of the pre-Viking Franks.
Höfler’s view became quite popular for awhile and even was accepted as true although its philosophical character defies any reasonable verification. Today this ‘World order view’ is hardly mentioned any more in this form.

Excluded in this contribution are the Thingplaces (Thingstätten) and their ‘Thingplays’ (German: Thingspiele), a kind of outdoor theatres from pre-war Nazi Germany during the 1930s. These outdoor amphitheatres just got a tough of assumed Germanic history. From the 400 that were planned only about 40 were built. These places are not historical just some historical information was abused for this by the Nazis. See for more information about this the Wikipedia entries at:

http://en.wikipedia.org/wiki/Thingspiele (in English)

http://de.wikipedia.org/wiki/Thingplatz_%28Thingbewegung%29 (in German).

A sacrifice to Thor by J.L. Lund (1777-1867). Source: Wikimedia commons, Immediate source: http://www.arild-hauge.com/kunst.htm. Original uploader: Haukurth. Public domain.

Thing in place names and expressions

The term Thing is kept in names of places like Dinxperlo in the Netherlands, Tingvoll, Tingvatn and Tinghaug in Norway, Tingstäde on the Swedish island Gotland in the Baltic Sea, Þingvellir in Iceland and on the British Isles Tynwald, Dingwall, and Tingwall – the latter place, Thingwall, was recorded for the first time in 1177 and in the 13th Century the noble family who owned the place got the noble name Thingwell. The place name is brought in connection with the Old Norse Þingvǫllr, meaning ‘assembly field’. Thus the name could indicate that it was once the place where a Thing was held.

Dingwall is a town in the Highland council area of Scotland. In the Middle Ages the Dingwall Castle there was one of the most impressive buildings around. In 1411 between the Clan Mackay and the Clan Donald the “Battle of Dingwall” had taken place. Dingwall is derived from Norse Þingvöllr – the name preserves the Viking connections in that part of Scotland.

As for Germany, from the district of the city Oldenburg in the north of Germany the names ‘dingstede‘ and ‘Thienfelde‘ are known – both are clearly pointing to former Thing sites.

Dingbuch (Thing-beech) is a part of the town Söchtenau in the German state of Bavaria; the name mentions the beech as a Thing tree.

Denghoog is an ancient megalithic (chambered) tomb on the German Island of Sylt. The name Dengboog means Thing-hill. That name makes it likely that the place with this tomb was used from early medieval times by the local inhabitants as a meeting place for gatherings or a court of justice.

In several languages the word ‘Thing’ or a variation thereof like ‘Ding’ is still known in terms and expressions as the following few examples show:

German:
The term Thing in its more or less ‘judicial’ meaning is kept in several expressions, i.e.‘dinglich‘ (tangible, to hypothecate), ‘Bedingung‘ (condition), ‘dingfest‘ (to arrest), ‘sich ausbedingen‘ (defending oneself).

Dutch:
The expression “in het geding brengen” means bringing something into discussion or bringing up something, “in het geding zijn” means to be an issue, and “in het geding komen” is something coming into play. “Bedingen” means stipulating for something or insisting on something.

Swedish:
Tingsrätt‘ is the first level of the system of law courts, a district court.

Danish:
Tinglysning‘ actually means ‘registered by the state’, most often about restrictions or responsibilities attached to a piece of land or a house. And at an election a few decades ago a Danish politician told the people: Vort lokalområde skal igen på tinge. Stem personligt på … which means: Give your vote at the Thing in our local area to …

Sometimes also in Danish ‘ting’ is used in another context, like in hver ting til sin tid (each thing in its time) and in Tag tingene, som de kommer (Take things as they come).

Icelandic:
þinghald means conferencing and is for instance used in: rafrænt þinghald (electronic conferencing), sýndarþinghald (virtual conferencing) and tölvuþinghald (computer conferencing). A member of the congress (Thing) is called þingmaður; in earlier days it pointed to men only as maður means man.

Thing in the Netherlands

Also since the 10th century, probably even later, the ‘þ-’ in ‘þing’ was replaced by a ‘th‘. Only in Middle Low German and Middle Dutch a ‘d‘ came in use, hence the word was written then as ‘dinc’, later as ‘dinge’ and ‘ding’. Together with this its meaning became widened again: except for court sessions (Dutch: geding) it was also used for ‘making a bid’ and’ ‘two parties talking things over’ (older Dutch: dinghen) and generally pointed the term to the administration of a geographic area.
An example of the use of the term Thing (Dutch: Ding) through the Middle Ages:

Recorded since the 14th Century, but possibly an origin that must be situated earlier, are districts in the Dutch province Drenthe, called “Dingspel” or “Dingspil“, in earlier times also written as “dinxspil“. Probably at first these were judicial areas only; but later they got the wider interpretation as administrative areas, still including the legal aspect.

From 1412 it is recorded:
ellic dinxspil, ellich kerspel ende elllic buerscap wilkoren bij hem selven te samende to komen

Translated:
every (administrative) district, every parish and every hamlet has to organize meetings themselves.

And from 1557:
“tlandt van D. is gedeelt in sess dingspille, ende elck dingspill hefft voele dorper onder sich”

Translated:
The region of Drenthe is organized in six administrative districts and every district encloses many villages.

This ‘Dingspel’ governing structure in Drenthe was kept until the French-Batavian period (1785–1815) as the Netherlands became first a vassal state of France and from 1810 until 1813 even a part of France.

But also in other regions of the Netherlands such a “Dingspel” appeared. More to the south lies the place ‘Dinxperlo‘ which is likely derived from the words Thing (Ding, Dinx) and ‘loo’ which means ‘forest’. Together it likely points to a court of justice held in the nearby forest. The coat of arms from that town still depicts a Lady Justice, which points to that ‘Ding’.

Relief of the coat of arms of the late Dutch municipality of Dinxperlo. Source:
Wikimedia commons, Author: Apdency. Public domain.

Tithing and Frankpledge

From medieval England we know the ‘Tithing‘, also ‘Tything‘. Originating from the 10th Century, a Tithing is defined as a legal, administrative or territorial unit from early Anglo-Saxon England, meaning a group of ten households, forming a ‘Thing’ (assembly). Each household was represented by the leading adult male.
The fundamental characteristic from the Tithings was the compulsory sharing of responsibilities among persons from a family. (Family means here people related through kinship). Those leading males, called ‘Tithing-men’, also legally represented their family when an oath of allegiance had to be sworn to a Lord or other noble.
This ‘system’ was first called ‘frith-borh’, later the term ‘Frankpledge‘ was used. Literally that means “peace-pledge”.
If someone of the family had committed a crime, the tithing-man was also responsible that the accused would appear in court. If he was absent, the whole family could be amerced.
This system of ‘joint suretyship’ can be traced back to the first half of the 11th Century.
The duties of the Tithing changed during the following centuries, it became used for a wider range of legal and fiscal contents, and slowly the Frankpledge part came more in the background or disappeared in many regions. But generally in some parts of rural England, these kinds of Tithings existed even up into the 19th Century.

Today, the term Tithing is used only in a church-related meaning of paying a ‘tithe’ (a tenth) of the income as a contribution to a religious organization. Sometimes use of the term also points to a tax that has to be paid to the government. However, the etymology here is different; it doesn’t go back to the Germanic and Old English ‘þing’ but to ‘Tithe‘, derived from Old English: ‘teogoþa’, meaning a “tenth”. Tithing then is the act of paying that tenth.

 

Thing and Lex Salica

The Franks called a small court of justice a ‘Hûsting‘, (House-Thing), similar is the Anglo-Saxon ‘husting‘ which was a court of justice for urgent lawsuits. At such small Things, the Frankish people had to follow the rules of the tribe; their most famous set of laws was called the Salic Law.
That LEX SALICA was in the early 6th Century commissioned by Clovis I, the first king of all Franks. This Salic Law, likely named after the Frankish royal Salian dynasty, used the Latin term THUNGINUS, which is assumed to be connected to Old Saxon ‘thing-en*’ or ‘thingôn*. This Old Saxon term is also passed down through the epic poem Heliand from the 9th Century where an event or a case is meant:
Verse: 4376 reads:
[thenkean] fora themu thinge;

translated:
remember, before the event (the case);

The term THUNGINUS is likely medieval Latin, used for the first time as this Lex Salica appeared. (Due to the name of this set of laws, the word ‘salicus‘ became a synonym for Frankish). A Thunginus was a court officer who was the leading judge of the court in a district.
King Clovis I was baptized in 496, so before the Salic Law came into being. Somehow it does not seem comprehensible that an old Germanic God (Thinc(g)sus) would be honored by Christians by choosing this term. It seems much more acceptable, that the term ‘Thing’ (or its variations in the several Germanic languages) was simply common usage at the time without any religious background.

Concerning the Thing, apparently this Law several times mentions this term. In an English translation it starts with:
1. “If anyone be summoned before the “Thing” by the king’s law, and does not come, he shall be fined 600 denars, which make 15 shillings (solidi).

2. But he who summons another, and does not come himself, shall, if a lawful impediment have not delayed him, be fined 15 shillings, to be paid to him whom he summoned.

This Salic Law also states:
If any man should wish to migrate, and has permission from the king, and shall have shown this in the public “Thing;” whoever, contrary to the decree of the king, shall presume to oppose him, shall be sentenced to 8000 denars, which make 200 shillings.

And:
If any one shall set fire to a house in which men were sleeping, as many freemen as were in it can make complaint before the “Thing;” and if any one shall have been burned in it, the arsonist shall be sentenced to 2500 denars, which make 63 shillings.

It looks like the term ‘Thing’ appears only in the translations, because the reconstructed Latin original does not mention that term, as exemplarily is shown in the Latin text of the above Nr. 1:
Si quis ad mallum legis dominicis mannitus fuerit et non uenerit si eum sonies non detenuerit, 600 denarios qui faciunt solidi 15 culpabilis iudiceter.

From the end of the 9th Century, so almost an Old High German translation of the Latin text of the Salian Law was made in a ‘writing-school’ in the city of Mainz. That translation reads:
Sohwerso anthran zithinge gimenit. intierni cumit iz ini sunne ni habet, gelte 8cillinga XV

The term ‘zithinge‘ is usually interpreted as ‘to the Thing’ (German: zum Thing). However, also the interpretation ‘court sitting’, (German: Gerichtssitzung) is proposed. Whether the two interpretations interrelate is not yet known, it should not be excluded.

Hence, the translations from Latin does not seem to be literal but interpretive, likely based on the aforementioned term THUNGINUS being the leader of the gathering and/or perhaps on an Old High German term for a court sitting.

 

Thingbooths

Often it is stated that the king, the tribe leader or the head of the kin had the function of the chairman during the Thing, which took place in the open air and lasted for three days. The discussions and all legal matters were held during daylight only. At night, the Thing-participants had their own dwellings on the Thing place …
Throughout the Northwest and North of Europe, strategically situated places are found from which archaeological and radiocarbon dating show that those sites contained dwellings for humans, dated from 200 CE – 500 CE upward. They do not show signs of any agricultural use and no remnants of animals are found there. Researchers are convinced that these places could not have been used for permanent habitation. Such a periodical use of those ‘accommodations’ on those sites presumably indicates that it concerned meeting sites. We don’t have any knowledge of some legal society using those places for such gatherings (Things) in Northern Europe before the 6th Century. For North-Western Europe, south of Scandinavia we only have spare Roman sources about cultic meetings. Our related knowledge about Scandinavia starts in the Viking era. Any projection back in time about pre-Viking Things is based only on interpretation, of course using the knowledge that the Viking cultures were developed from earlier societies. When today the historical Things are spoken and written about, it deals with the Vikings and the Middle Ages in Scandinavia, Iceland and Greenland, the European mainland and the British Islands starting at the earliest in Viking times.

A sitting of a local Thing, being a court of justice often but not always was held on one day. But if it needed more than one day, usually people could go home, as in most cases their homes were rather near. Bigger regional or nationwide Things, being an assembly in which also juristic matters were discussed and court rulings were decided, could take several days. Then so called Thingbooths were built. In the Middle Ages since the Viking era these dwellings consisted usually of a stacked sod or turf base and a tent-like roof, made for temporary use. After the Thing had ended, those booths were closed and stayed empty until the next Thing. Every leader had his own booth in which he and his retinue were lodged. Later it may have been real tent camps, but from the beginning they were more or less a bit tent-alike; the Old Norse word ‘búð’ for those ‘huts’ is often translated today with ‘tent’.
Things were even held up to the Viking colony in Greenland. Two places were found there where remnants were identified as Thing-booths.

Thing booths – left a sketch, right a picture of ancient Thingbooths. Source:
http://www.hurstwic.org/history/articles/society/text/laws.htm

Thinglime

Some German sources tell about a Thing- or Courtlime (Limetree) from which it is said that the lime should have the power of augury and healing and should be able of bringing the truth to light. Many Thing-declarations ended with the words: “hereby assigned under the Limetree” (German: Gegeben unter der Linde). Some of those court-limes were also seen as free-limes, which means if a fugitive who reached such a tree no one was allowed to arrest or sentence him.
A Thing-place sometimes was even surrounded by lime trees. But not only court cases took place there; those places were also used for community meetings and even for proclamations which concerned everyone in a village.
Some of those limes were called ‘Vehmic Limes‘ (German: Femellinde, Femlinde). The word ‘fem‘ points to ‘free’. Under such limes so called ‘vehmic lawsuits’ took place (German: Femgericht, Fehmgericht). These concerned “proto-vigilante” tribunal systems which mainly were held during the later Middle Ages. They were based on a fraternal organization of lay judges, also called “free judges”. The judges of such courts only had to justify their actions directly to the emperor and they had the jurisdiction to sentence death penalties. Such vehmic courts lost their importance since the 15th Century but came back into memory in the Romance Era and a few of such courts were held again even up into the Second World War in Bavaria and in the Dutch province of Friesland.

In several old German documents the Latin words JUDICUM SUB TILIA appear, which means: Judges under the lime tree. It is assumed that in such courts the limetree as a holy tree could help reveal the truth.

Vehmic Court. Painting by Friedrich Peter Hiddemann, ca. 1880. Source: Wikimedia
commons, Das Wissen des 20.Jahrhunderts, Bildungslexikon, Rheda,
1931, public domain.

From the city of ‘Kierspe’ located in the German state of North Rhine-Westphalia it is told (translated):

Around 1490 Kierspe became the seat of a Holy Vehme, (Vehmic court) an independent jury of commoners with the right to mete out the death penalty. Such Feme juries were common in Westphalia at the time. That court was held under a Thing-lime.
In the Middle Ages, the court was often held under a sheltering tree, because it was an obligation to hold a court open-air … To protect the court, separate trees or groups of trees were planted. Naming them in order of frequency were the lime, elm, oak, spruce and ash trees. The lime tree strongly dominated, because of the superstitious attribution of diverse and strong magical effects. For instance, one should be protected most safely from lightning under the lime. But for the choice of the lime as ‘Court-Tree’ par excellence its rapid growth, the high stature, the long lifespan of several hundred years and its dense canopy were certainly decisive.
In addition, the lime can relatively well withstand ‘encroachments’ of human hands like the supporting and redirecting of branches, to increase the protected area or to set up a dance floor in her crown. The close connection between lime and court comes in some areas of Germany is also reflected by the fact that the word lime sometimes is used as a synonym for a court of justice.”

Heiner Lück, Gerichtsstätten. In: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte. 2nd. edition, 2004.

The name ‘Dingbuche‘ (Thing-beech), which still exists in German, shows that the limetree was not always the central tree on a Thing site.

Thing in Paganism and Fantasy

The Thing of Germanic origin is not only used today as name of parliaments, it has also revived in other contexts, like:

– The German ‘Tolkien Society’ has its annual general assembly, which is highly concentrated on the life and works of the famous fantasy author J.R.R. Tolkien (1892-1973). They call this event the Tolkien Thing.

– Many members of Germany’s biggest Asatru organization ‘Eldaring’ call their annual assembly ‘Eldathing’. Other German Asatru-groups are using the word Thing too in similar contexts.

– An independent group of Dutch Pagans had held in the Netherlands a “Lowlands Asatru Thing” in which lectures and workshops were offered and rituals performed. Another similar event is in planning.

– The Society for Creative Anachronism (SCA), an international living history group which studies and recreats parts of European culture from before the 17th Century, regularly organizes for their members meetings, often called SCA Encampment; the term Thing is quite often used for that, accordingly their tents are called Thing-booths. The name of this society was coined by the famous SciFi (Science Fiction) author Marion Zimmer Bradley.

– The LARP group “Hanaheim” uses the term Thing in “Holy Thing” and “Winterthing”. They’re no re-enactment group but nevertheless historically inspired; the center of their activities is Hamaheim which is a fictional free port, based on the historical town Hedeby.

– The word ‘Thing’ is on many more occasions used today, in paganism, in reenactment, in role playing games, and surely not least in fantasy literature. A short web search will show that clearly.

SCA Chivalry Tournament, May 2008. Source: Wikimedia commons, Author Jonathunder, released under Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported.

More Thing

The Mostrathing

In the Middle Ages the Isle of Moster, located in Western Norway had its own Thing, called Mostrathing. According to current knowledge, the Norwegian King Olaf Tryggvason (960s – 1000) who is said to have been the first Christian King in the north, ‘introduced’ Christianity to his people at the Mostrathing in a speech in 995. The Ágrip, a short synoptic history of the kings of Norway loosely reports:

It was there that the heathens adopted Christianity and Olav his kingdom.

Usually this is considered a myth, in reality, in many cases it may be spoken of a forcible conversion of the Norse.

Olaf Tryggvesson at the Mostrathing. Source: The Story of Norway, by Hjalmar H. Boyesen, New York, 1886, chapter 10.

Imkerthing (beekeeper-Thing).

Free translation of an article from January 2012….
On January 11th 2012 on the bee-farm Mandl in the town Schwechat in Austria, a gathering of over 200 beekeepers and farmers was held, using as a model the assemblies of the ancestors.
Every Thing participant could stand up and speak freely about pertinent problems and concerns. The main theme was the intensive use of pesticides and the effects on humans and bees. To the topics of the matters discussed, belonged the possible causes of the so called ‘Colony Collapse Disorder’ (CCD), a phenomenon in which worker bees from a beehive or European honey bee colony abruptly disappear. The participants reported their own experiences with this phenomenon, about relevant test results and their evaluations, as well as the costs associated with the bee population problems in the first place for the bees but ultimately for the people.
At the beginning of the meeting the ‘Thing peace’ was proclaimed: no one was allowed to attack others because of their words, any ‘fight’ was prohibited. That made it possible to discuss for several hours and reach decisions in the end.

A pub called Thing

In Augsburg, a city in the south of Germany a pub called ‘Thing’ exists. In 1974 a club was formed which had as aim to present children and teenagers from a sink estate a meeting place. A few months later a pub with the name ‘Thing’ was started in which quite some activities for the kids were organized. Later a beer-garden was added too. The club does not exist anymore, but the pub does and even has its own website: http://www.thing-augsburg.de

Tingstedet

The ca. 5000 year old megalith tomb containing two dolmen in the south east of the Danish isle of Ærø is called Tingstedet, which means Thing-place. Obviously in Viking times that place was used to hold local Things. But the word is also used for many known Thing-places in other areas in Denmark.

The Mader Heath

The webpage of the German city Gudensberg in the north of the German state of Hesse tells about history of their city district of Maden (free translation):

The Mader Heath was a cult place of the tribe of the Chatti and in the Carolingian times (or: time of the Carolingians), a gathering place, and for many centuries in the Middle Ages a Thing site and assembly place of Hessian estates. There were burial sites and flint axes from that time found there. It cannot be ascertained beyond doubt whether it here concerned Mattium, the capital city of the Chatti, which is mentioned by Tacitus. At least since 1121, starting with the noble family of the presiding Gisones who were district counts, Thing and district courts were held. From a small hill tax decrees were declared and the levy performed.

Guly-Thing

In the upper-north of Germany, in the German state of Schleswig-Holstein, in the region called Angeln (the assumed territory of the early people of the Angles, Latin: ANGLII), lies a historical Thing-place which is called today “Guly-Thing“, likely named after the near village Gulde. Since the 15th Century in their village-thing the villagers regulated jurisdiction matters and any controversial issue. This village Thing existed until the 19th Century.
The stone circle is dated the 3rd Century CE, the time the ANGLII (the English) or perhaps the Aviones lived there. It implies that the people at that time had build that place. Hence, such an early gathering place is likely. The actual place is a reconstruction from 2003, the original place was somewhere else nearby.

Whether the people in that time called their assembly or court a ‘Thing’ is completely unknown, most likely that is not the case. At any case, the place name Gulde was recorded for the first time in 1497.

Stoltebüll, an ancient court Square (Thing-place) in Schleswig-Holstein, Germany. Source:
Wikimedia commons, picture and copyright: Clemensfranz. Released under GNU Free
Documentation License’, Version 1.2.

With restraint

It should be remembered that our actual knowledge about ancient languages like Proto-Germanic is based on attempts at (re)construction by linguists, on which agreement exists among other scholars in the same field of study. Nevertheless, these things also change. Modern linguists reject much of what was still commonly accepted several decades ago concerning those old Germanic languages. Knowing that and also all uncertainties described above, a critical attitude towards the many loosely uttered statements like “We know the Thing already existed since the Germanics from Roman times” and similar, is highly recommended!

Surely, and not least, that same kind of attitude is suggested concerning this whole contribution.

Additionally, here is one more time remembered the remark in the foreword, that sources were used from quite divergent quality. So please, before accepting things you’ve just read, critically check the quality yourself first.

Here ends this outline of random findings and thoughts about a court of justice respectively, an assembly called Thing.
It ends with a list sources used for this ‘Thing’ contribution.

 

Used sources

Books and articles

Many of the above information was gathered over the years and saved either digitally in short notes or on many ‘sticky notes’. Most of them I used to write the above and the sources below were consulted additionally.

Anz, Christoph, Gilden im mittelalterlichen Skandinavien, Göttingen, 1998.

Beck, Wenskus, Sveaas Andersen, Schledermann, Stefánsson, Dahlbäck: Thing. In: Reallexikon der germanischen Altertumskunde Band 5: p. 443–465, Berlin 1984.

Brink, Stefan, Comments on Inger Storli: ‘Court Sites of Arctic Norway: Remains of Thing Sites and Representations of Political Consolidation Processes in the Northern Germanic World during the First Millennium AD?’ (Norwegian Archaeological Review 43(2). In: Norwegian Archaeological Review, Vol. 44, No. 1, 2011.

Gamillscheg, Ernst, Romania Germanica, Band 1: Zu den ältesten Berührungen zwischen Römern und Germanen. Die Franken, Berlin, 1970.

Gomme, George Laurence, Primitive folk-moots or open-air assemblies in Britain, London, 1880.

Hardt, M., Volksversammlung. In: Reallexikon der germanischen Altertumskunde Band XXXII: Vä-Vulgarrecht, p. 589-591, Berlin, 2006.

Höfler, Otto, Der Sakralcharacter des germanischen Königtums. In: Kleine Schriften: ausgewählte Arbeiten zur germanischen Altertumskunde und Religionsgeschichte, zur Literatur des Mittelalters,zur germanischen Sprachwissenschaft sowie zurKulturphilosophie und -morphologie, Hamburg, 1992.

Irby-Massie, Georgia L., Military Religion in Roman Britain, Leiden, 1999.

Iversen, Tore, Ragnar Myking, John, Thoma, Gertrud, (/Ed.), Bauern zwischen Herrschaft und Genossenschaft, Peasant relations to Lords and Government, Trondheim, 2007.

Köbler, Gerhard, Altsächsisches Wörterbuch, 3. Auflage, 2000ff.

Lenzing, Anette: Gerichtslinden und Thingplätze in Deutschland. Königstein im. Taunuss. 2005.

Meister, Aloys, Deutsche Verfassungsgeschichte von den Anfängen bis ins 15. Jahrhundert, Paderborn, 2011.

Neumann, Günter, Namenstudien zum Altgemanischen, Berlin, 2008.

Polomé, Edgar, C., Götternamen der Germanen (Divine names of the Germanic Peoples / Les noms des dieux germaniques), in: Namensforschung: ein internationales Handbuch zur Onomastik, p.1838, Berlin, 1996.

Rives, J. B., (Transl, and comm.), Tacitus Germania, Clarendon Ancient History Series, Oxford, (1999), 2002.

Sanmark, Alexandra, The Case of the Greenlandic Assembly Sites, in: Norse Greenland: Selected Papers from the Hvalsey Conference 2008, Journal of the North Atlantic, Special Volume 2:178–192, 2010.

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Webpages

An unsorted overview of visited webpages:

http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~cd2/drw/s/D.htm#DrentheRbr.

http://en.wikipedia.org/wiki/Sleen

https://nl.wikipedia.org/wiki/Dingspel

https://en.wikipedia.org/wiki/Thing_%28assembly%29

http://www.uni-goettingen.de/de/41768.html

http://www.etymonline.com

https://en.wikisource.org/wiki/Salic_Law_%28Anonymous%29

http://en.wikipedia.org/wiki/Society_for_Creative_Anachronism

http://www.koeblergerhard.de/Fontes/PactusLegisSalicae.pdf

http://skemman.is/stream/get/1946/6937/18731/1/%C3%9EingvellirAJB.pdf

http://www.arild-hauge.com/elov.htm

http://en.wiktionary.org/wiki/%C3%BEing

http://www.gudensberg.de/index.php?option=com_content&view=article&id=100&Itemid=124

http://www.uni-goettingen.de/de/41768.html

http://www.thingplatz-gulde.de/das_thing.shtml

http://de.wikipedia.org/wiki/Gerichtslinde

http://www.roemerfreunde-weser.info/pdf/dingstede.pdf

http://nl.wikipedia.org/wiki/Veemgerecht

http://www.koeblergerhard.de/germ/germ_b.html

http://schweden-geschichte.blogspot.de/2012/05/das-thing-in-der-schwedischen.html

http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelgeschichte/d-75351760.html

http://www.thingplatz-gulde.de/

http://www.hamaheim.de/

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