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  • Tamfana-PollyTamfana-Polly
  • Marsi-TamfanakarteMarsi-Tamfanakarte
[vc_column_text]Slide1: Karte eines Teil Norddeutschlands; im hellen Rechteck wo das germanische Volk der Marser wohnte, wurde das Heiligtum der Göttin Tamfana vermuted. Slide 2: Tanfana: "Das Heiligtum ist verloren", von Pollyanna Jones. Aus dem Buch „Gods of the Germanic Peoples 2, S.. 494.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]

Wir kennen diese Göttin aus der Antike aus eine Textstelle in den Annalen des römischen Historikers und Mitglied des römischen Senats Tacitus (um 58 CE–um120 CE), der über diese Göttin im ersten Band seiner Annalen schrieb.

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Höret auf Tamfana,
die Göttin der Äcker und Felder
und der nährenden Früchte der Wälder.
Folget auch Tamfana
im Herzen und in Taten,
dann seid ihr gut beraten,
denn sie wird auf euch hören,
ohne Gelübde und ohne zu schwören.

Die Feldarbeit war zu Ende gebracht,
gerade rechtzeitig vor der mondlosen Nacht.
Es hat eine reiche Ernte gegeben.
Das sicherte im Winter uns allen das Leben.

Am Abend versammeln sich groß und klein
für ein herrliches Fest in Tamfanas Hain.

Wie es die Ahnen uns haben gelehrt,
wird feierlich der Göttin gedankt und sie geehrt,
indem wir für sie tanzen und singen
und von der Ernte ihr Teil als Opfer darbringen.

Höret auf Tamfana,
die Göttin der Äcker und Felder
und der nährenden Früchte der Wälder.
Folget auch Tamfana
im Herzen und in Taten,
dann seid ihr gut beraten,
denn sie wird auf euch hören,
ohne Gelübde und ohne zu schwören.

Die Zeit verging rasch voller Heiterkeit,
es wurde gelacht und genascht, eine fröhliche Zeit.
An mögliche Gefahren hatte keiner gedacht,
doch die kam schleichend im Dunkel der Nacht.

Römische Soldaten brachten uns grausam den Tod,
unser Blut färbte das grüne Gras rot.
Römische Schwerter töteten wie gewohnt,
auch Frauen und Kinder wurden nicht verschont.

Höret auf Tamfana,
die Göttin der Äcker und Felder
und der nährenden Früchte der Wälder.
Folget auch Tamfana
im Herzen und in Taten,
dann seid ihr gut beraten,
denn sie wird auf euch hören,
ohne Gelübde und ohne zu schwören.

Die Überlebenden schworen den heiligen Eid,
ab jetzt war ihr Leben der Rache geweiht:
Ein ruhiger Schlaf war den Römern verwehrt,
wir Marser haben sie bald das Fürchten gelehrt.

Die Angst in der Nacht für das römische Heer
zermürbte Soldaten und deren Führer so sehr,
dass ihre Moral und Stärke verschwand,
und sie verließen alsbald unser Land.

Höret auf Tamfana,
die Göttin der Äcker und Felder
und der nährenden Früchte der Wälder.
Folget auch Tamfana
im Herzen und in Taten,
dann seid ihr gut beraten,
denn sie wird auf euch hören,
ohne Gelübde und ohne zu schwören.

Jetzt aber sucht nicht zwischen Lippe und Rhein,
nach möglichen Resten vom Tamfanaschrein,
sondern …

Höret auf Tamfana,
die Göttin der Äcker und Felder
und der nährenden Früchte der Wälder.
Folget auch Tamfana
im Herzen und in Taten,
dann seid ihr gut beraten,
denn sie wird auf euch hören,
ohne Gelübde und ohne zu schwören.

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