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Loki-Überlegungen Ein provokanter Vortrag

von

GardenStone

gegeben während einer Konferenz im Jahr 2005

Überarbeitet in 2015 für die Veröffentlichung auf

.

"Boudiccas Bard"

.Dieser Vortrag geht über den germanischen Gott Loki. Wenn Sie ganz und gar nichts über die Mythen und Sagen der Germanen wissen, dann könnten mindestens Teile des nachfolgenden Vortrags weniger verständlich sein. Wenn er dabei dennoch ihr Interesse geweckt hat, zögern Sie dann nicht Fragen zu stellen oder sich auf die Suche zu begeben nach weiteren Informationen. Derartige Wissensinhalte sind auch gar nicht absonderlich, schließlich haben germanische Völker in so in etwa die ersten fünf Jahrhunderte der Zeitrechnung und dazu auch noch in späteren Jahrhunderten die Wikinger, sehr große Teile Nord- West- und Mitteleuropas beherrscht, und sind auch in Ost- und Südeuropa, ja sogar bis nach Nordafrika vorgedrungen. Es wäre also gar nicht abwegig etwas mehr als nur Stichwortkenntnisse und Halbwissen zu haben über diese Zeit der frühen Geschichte, umso mehr, wenn Sie Europäer sind oder europäischer Abstammung. Soweit diese Anfangsbemerkung … während dieser Vortragstext geschrieben wurde, fielen mir nicht so schnell andere einführende Worte ein; um ehrlich zu sein, sind diese auch nur dazu da, um einige Stimmübungen zu machen und meine Stimme in Schwung zu bekommen, bevor ich mit Sätzen über Loki loslege.<räusper, räusper, hüstel>Nun gut, ich fange an mit einer Geschichte aus dem bekanntesten Buch über nordische Mythologie der Wikingerzeit, der Edda. Dabei muss man hier und jetzt nicht unbedingt wissen, dass es sich eigentlich um zwei Werke handelt, von unterschiedlichen Erzählern. Die drei Asengötter Odin, Hönir und Loki wanderten einmal umher, und als sie Hunger bekamen, und nichts zu essen hatten, schlachteten sie einen Ochsen aus einer Herde, die in einem Tal weidete. (Aus der Geschichte wird nicht klar, ob sie dafür den Bauern zuvor fragten und dafür auch zahlten, oder das einfach illegal machten). Als sie das Fleisch aber zubereiten wollten, wurden sie dabei durch Zauberkräfte eines großen Adlers behindert. Der Adler, der oben in einer Eiche saß, war in Wirklichkeit der Riese Thjazi, der seine Gestalt gewandelt hatte. Der wollte den Zauber erst dann aufheben, wenn die drei Götter ihm versprachen, dass er mitessen dürfte. Als ihm dies gestattet wurde, flog er herunter, und griff sich sofort die besten Fleischstücke. Diese Habgier fand Loki ärgerlich, und er schlug mit einem Stock nach dem Vogel. Durch Zauberkunst blieb der Stock sowohl an dem Adler als auch an Loki kleben, und als der Vogel dann aufflog, zog er Loki mit sich. Erst als der unter diesem Druck der Gefangenschaft versprach, dem Riesen die Göttin Idunna zu bringen, bekam er seine Freiheit zurück. Als er dann sein Versprechen einlöste, und Idunna dem Riesen auslieferte, fingen die Götter an zu altern, denn für ihre ewige Jugend brauchten sie die Äpfel der Idunna. Offenbar waren entweder mit Idunna auch ihre Äpfel verschwunden, oder die spezielle Wirkung der Früchte brauchte Idunnas Berührung. Deshalb wurde Loki ultimativ aufgefordert die Göttin zurück zu holen. Im Falkengewand Freyjas flog er zur Burg des Riesen, verwandelte Idunna in einen Nuss (es ist nicht bekannt ob das nun eine Haselnuss, eine Walnuss oder irgendeine andere Sorte Nuss war), und flog mit der Nuss im Schnabel so schnell er konnte zurück nach Asgard. Der Riese verfolgte ihn und kam immer näher. Loki erreichte aber gerade rechtzeitig die Mauern Asgards und dort bekam er Hilfe; Thjazi wurde von den anderen Göttern getötet, kurz bevor er die Mauern Asgards erreichte.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]